Lustwandel

Die Broschüre „Lustwandel Sexuelle Probleme in der Partnerschaft“ ist bei pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung erhältlich. Sie stammt aus dem Jahre 2005 und hat einen Umfang von 36 Seiten.

Welche Formen der Partnerschaft, welche Störungen in der Sexualität gibt es? Und wie kann man sie lösen? Fragen wie diese werden für Frauen wie Männer gleichermaßen gestellt. Und natürlich auch beantwortet.

Dies geschieht in sachlicher, objektiver und neutraler Form. Die Informationsvermittlung und Beratung steht im Mittelpunkt, wobei auch die Werbung für die eigene Organisation nicht zu kurz kommt.

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Schwuchtel

„Schwuchtel“ heißt ein Schimpf-Wort, das homosexuellen Männern gegenüber verunglimpfend gebraucht wird. Frauen gegenüber ist es diskriminierend – es gibt nämlich keine weibliche Form davon. Die Leserfrage unserer Zeitung für diese Woche lautet daher: Wie heißt die korrekte weibliche Form von Schwuchtel? Folgende Alternativen stehen zur Auswahl:

Schwuchtelline

Schwuchtelin

Schwachtel

Schwuchtelfrau

Schmuchtel

 

Und das Siegerwort lautet:

Schwuchtellinchen.

Das Wort hat ja überhaut nicht zur Auswahl gestanden, behaupten Sie, liebe Leser, nun? Stimmt. Und stimmt auch wieder nicht. Die Resonanz auf unsere Leserumfrage war so gering, daß sie nicht meßbar war und kein eindeutiges Siegerwort hervorbrachte. Also hat sich die Redaktion für eine Wortneuschöpfung entschieden.

 

Zu einer überraschenden Besetzung unserer Redaktion kam es gestern. Eine Gruppe aufgebrachter Schlampen stürmte durch die Eingangstüre und wollte uns an unserer Arbeit hindern. „Nieder mit den Machos“ skandierte die Damenwelt.

Wie sich schnell herausstellte, war der Verein lesbischer Niederrhein sehr verärgert über unsere wöchentliche Umfrage und wollte auf die diskriminierende Wirkung unserer Entscheidung hinweisen. So ein Quatsch! Als ob in unserer männerdominierten Redaktion jemals von dem Verein gehört hätte!

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Hans Domizlaff: Die Geburtsfehler der Demokratie

Hans Domizlaff: Die Geburtsfehler der Demokratie als Herrschaftsform; 256 Seiten

Diese Publikation ist ohne Jahresangabe in der Hanse Buchwerkstatt Wieland Körner, erschienen. Über eine ISBN verfügt sie nicht. Sie gibt ein Kapitel des Buches „Die Seele des Staates – Regelbuch der Eliten An die Reichstreuen“ wieder.

Domizlaff (9. Mai 1892 – 5. September 1971) – der Kunstmaler hat nach seiner Ausbildung wohl in verschiedenen Berufen gearbeitet – „Kunstmaler, Schriftsteller, Bühnenbildner, Regisseur, Gebrauchsgraphiker und Produktschöpfer; (…) Sozialphilosoph, Politiker und Massenpsychologe; (…) Unternehmer und Werbefachmann“. Es ist schon erstaunlich, daß eine so vielfältige Persönlichkeit Jahrzehnte nach seinem Tode komplett vergessen ist.

Die Ausführungen sind politikwissenschaftlicher Natur und beschäftigen sich theoretisch mit der Demokratie als Staatsform. Der Text ist gut zu lesen. Hier wird kein offen extremistisches Gedankengut vertreten, was bei der politischen Gesinnung von Wieland Körner (rechtsextremistisch!) schon verwunderlich ist.

Und dennoch ist die Broschüre nur schwer einzuordnen. Was steht ansonsten in dem Buch? Warum ist Domizlaff völlig unbekannt? Um wirklich sinnvoll eingeordnet werden zu können, fehlen Zusatzinformatinen, die den Autoren und sein Werk einordnen.

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Der Kaiser ist nackt

„Gemeinschaft und Gesellschaft oder: Der Kaiser ist nackt!“ heißte eine Broschüre aus der Feder von Wieland Körner. Sie gehört zu seiner Schriftenreihe „Zukunftswerkstatt Deutschland“. Die Broschüre ist 2016 in Bremen im Selbstverlag erschienen und hat einen Umfang von 16 Seiten.

Hier wird ein „Essay“ veröffentlicht, das 2016 als Geleitwort zu der Broschüre „Dr. Heinrich Lux – Die Juden als Verbrecher Eine Gegenbeweisführung“ veröffentlicht worden ist.

Körner und sein „Verlag Hanse Buchwerkstatt“ sind als rechtsextrem und antisemitisch bekannt. Nicht von ungefähr kommt es, daß Verlag und Privatperson nicht im Weltnetz vertreten sind.

Publikationen wie diese sind wegen ihrer geschichtsrevisionistischen, antisemitischen und antikommunistischen Ausrichtung eigentlich überflüssig. Auch wenn viele Gedanken eher verklausuliert geäußtert werden: Hat da jemand nichts aus der deutschen Geschichte gelernt? Glaub da wirklich jemand absurde Verschwörungstheorien? Mißbraucht da jemand die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre, um ansonsten strafbares Gedankengut zu verbreiten?

Mit seriöser Geschichts- und Politikwissenschaft hat eine solche Broschüre jedenfalls nichts zu tun. Dafür fehlt jegliche Form der kritischen Auseinandersetzung mit dem Text aus dem Jahre 1893.

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Bin Dinh

Vo Binh Dinh heißt eine Kampfkunst aus Vietnam

Binh Dinh geht davon aus, dass der Gegner größer oder schwerer ist. Ein Binh-Dinh-Kämpfer ist demzufolge ständig in Bewegung, wechselt Positionen und Richtungen. Binh Dinh bevorzugt sehr direkte und effektive Angriffe. Bei der Ausübung der Kampfkunst wird auch ein Bambusstab benutzt.

San Marino, Andorra, die Vatikanstadt, Liechtenstein und Monaco heißen Kleinststaaten inmitten von Europa. Zusammen mit außereuropäischen flächenmäßig kleinen Staaten (Tonga, St. Kitts – Nevis, Dominica, Fidschi, Sao Tome und Principe, Palau, Dominikanische Republik) haben sie die Binh-Dinh-Verteidigungsgemeinschaft gegründet.

„Was für Menschen gilt, sollte auch für Länder möglich sein,“ berichtet Volker Volksmannhausen, der Gründungsvertreter von Liechtenstein. „Kleine Länder sind in der Regel schwach. Sie haben oft keine Armee, nur wenig Polizei, kaum wehrfähige Männer und kaum Geld für Verteidigungsausgaben. Werden sie angegriffen, können sie sich also faktisch nicht verteidigen.“

Binh Dinh bietet eine Art Guerillataktik für Kleinststaaten. Die Soldaten werden in der vietnamesischen Kampfkunst unterrichtet. Neben der körperlichen Ertüchtigung kommen digitale, mentale, psychologische und andere Kriegsführungstechniken hinzu.

Einen Achtungserfolg konnte inzwischen der Zwergstaat Monaco gegen seinen übermächtigen Gegner Frankreich erzielen. Angesichts der drohenden feindlichen Übernahme durch den nördlichen Nachbarn mobilisierte der Mittelmeeranreiner auch mit Hilfe seiner Verbündeten all´  seine Abwehrkräfte. Der Vatikan schickte Lautsprecherwagen, die religiöse Durchsagen an die Bevölkerung in ganz Frankreich machten. Monaco nutzte seine digitalen Möglichkeiten – es schickte Fake-News, Trojaner und andere Schadviren – Paris wurde dunkel, Züge und Straßenbahnen blieben stehen, Bankcomputer spielten verrückt. „Für unsere Wirtschaft war dies ein schwerer Schlag,“ berichtet ein französischer Politiker.

Gleichzeitig wurden die Hilfstruppen aus aller Welt zusammengezogen. Sie drangen immer tiefer ins französische Staatsgebiet ein. Sie verprügelten frei laufende Soldaten, überfielen Polizeistationen, eroberten Radio- und Fernsehsender und strahlten monacobezogene Nachrichten aus. Die Franzosen erhielten den Eindruck, ihr Riesenreich sei vom Zwerge Monaco vollständig erobert worden.

Schnell lief das französische Militär zu den vermeintlichen Eroberern über und verbrüderte sich mit ihnen. So wurde schnell klar: Aus der Republik war ein Fürstentum geworden, der mögliche Angreifer selbst zum Eroberten geworden.

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Kleinmut

Kleinmut ist ein anderes Wort für Verzagtheit. Es meint mangelnden Mut und geringe Entschlußkraft in einer fordernden, schwierigen Situation.

 

Der kleine Mut

bringt mich zur Wut

denn bei einer Frau

wird mir immer flau

ich spreche sie nicht an,

weil ich es nicht kann.

 

Was meinen Sie wohl, liebe Leser, warum ich selbst heute, im Rentenalter, noch nie eine nackte Frau gesehen habe und immer nur mit Gummipuppen Sex hatte? Der Grund ist sehr einfach: Meine Mutter ist daran schuld. Sie befahl mir immer: „Halte dich von Frauen fern!“ Und das eine mal, das ich tatsächlich eine Freundin zu mir ins Zimmer eingeladen hatte, kam sie regelmäßig fragen: Wollt ihr noch Limonade? Wollt ihr noch Kekse? Wie weit seit ihr mit euren Hausaufgaben? Wilma war am Ende so entnervt, daß sie fluchtartig das Zimmer verließ. Seitdem fand weder ein Liebesleben, geschweige denn ein Sexualleben statt.

Heute möchte ich mal in einen Puff gehen und mich entjungfern lassen.

Seit einer Stunde sitze ich jetzt hier an meinem Longdrink. Angesprochen habe ich noch niemanden der hier anwesenden,  aufreizend hübschen Damen. Mein Penis ist schon so lange ein Ständer, daß er richtig weh tut…

 

Hallo, Hübscher…?

Ja, bitte?

Spendierst du mir ein Gläschen Champagner?

(in Gedanken) Hallo? Wo bin ich denn hier – bei einem Begleitservice?

(laut) Ja, klar, welchen möchtest du haben?

Rotkäppchen No. 1.

(in Gedanken) Oh Gott – warum unbedingt den teuersten Schampus, den es hier gibt?

(laut) Aber ja, doch. Für mich bitte auch ein Gläschen.

(kirchernd) Hier gibt es aber nur ganze Flaschen…

Äh, ja, gut, dann bitte eine komplette Flasche.

 

Kurze Zeit später war ich dann benebelt. Und prompt in Yvonnes Zimmer gelandet. Die Entjungferung war sehr berauschen. Doch dann mußte der Türsteherservice kommen. Irgendwie war mir mein Portemonnaie abhanden gekommen. Ich konnte also nicht bezahlen. Mit den Worten „Laß dich hier nicht wieder blicken, du Arsch“ wurde ich sehr unsanft auf die Straße befördert.

Yvonne mußte den Sex mit mir aber sehr genossen haben. Mit aufreizendem Anblick steht sie regelmäßig vor meiner Wohnungstür und begehrt Einlaß. Ob ich ihr wohl die Tür öffnen soll? Was würde Mama jetzt tun? Was würde Mama wohl… ?

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Körner: Deutsche Autoemanzipation

Wieland Körner: Deutsche Autoemanzipation jetzt!; Verlag Hanse Buchwerkstatt Wieland Körner Bremen 2016; 16 Seiten; ohne ISBN

Der doch sehr rechtslastige Verlag (um es einmal sehr freundlich auszudrücken) gibt die Schriftenreihe der „Zukunftswerkstatt Deutschland“ heraus. Dies ist der dritte Titel, der darin erschienen ist.

Eine Buchbesprechung zum Thema „Mythos von der `jüdischen Weltverschwörung´“, ein geschichtsrevisionistischer Beitrag von Dr. Wolf Kalz sowie ein Gedicht von Rainer Maria Rilke – komplett in Sütterlin-Buchstaben geschrieben – sind hier enthalten.

Herausgeber und Verlag disqualifizieren sind mit einer solchen Publikation selbst. Wissenschaftliches Arbeiten sieht anders aus. Hier wird einfach nur unsinniges und wirres Gedankengut zu Papier gebracht.

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