Zahlesel

Als Zahlesel werden zumeist Männer bezeichnet, die nach ihrer Scheidung vollkommen entrechtet wurden und auf ihre Zahlfunktion reduziert sind.

Wir Zahlesel

sind Goldesel

sind Knechte

ohne Rechte

statt Selbstfindung

nach der Scheidung

war es andersrum soweit

es gab nichts als Streit

Haus, Hund, Kinder

wir männer sind da Rinder

Es geht alles flöten

wird sind dann in Nöten

haben wir alls neu

beginnt das (Un-)Glück auch neu!

 

Ich weiß, wovon ich rede und schreibe, liebe Leser. Ich habe mit 18 Jahren geheiratet, war frisch verliebt, voller Elan und vor allem: total glücklich. Ich habe ein Haus gebaut und einen Stammhalter in die Welt gesetzt.

Mit meiner neuen Flamme Walburga bin ich zwar auch glücklich. Die Gerhardine bin ich aber nur unter katastrophalen Umständen losgeworden. In der Gerichtsverhandlung (zwecks Scheidung) wurde viel dreckige, schmutzige Wäsche gewaschen – meine sadomasochistischen Sexualneidungen kamen zur Sprache, mein Imperium  an Freudenhäusern, Massageinstituten und damit verbunden mein finanzieller Reichtum, meine kriminellen Neigungen (Menschenhandel, Geldwäsche u. v. m.), die Vernachlässigung von Gerhardine – meine ganzen Schandtaten hätte mir beinahe die Schamesröte ins Gesicht getrieben.

Richtig wütend bin ich erst geworden, als die Polizei geschlossen hat. Dank meiner Kontakte konnte ich in der Nachbarstadt weitermachen.

Weiber sind furchtbar. Bei Walburga habe ich mich abgesichert. Der Ehevertrag ist ein Knebelvertrag. Viel Sex, kein Unterhalt nach der Scheidung sind nur einige Punkte, die drinstehen. Sie wird es sich schon überlegen, sich von mir zu trennen!

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Buchbesprechung Genscher

Hans-Dieter Heumann: Hans-Dietrich Genscher Die Biographie; Verlag Ferdinand Schöningh Paderborn 2012; 346 Seiten; ISBN: 978-3-506-77037-0

Seit dem Jahre 1871 gibt es ein Auswärtiges Amt bei uns in Deutschland. Hans-Dietrich Genscher ist derjenige Politiker, der am längsten seinem Land in diesem Amt diente – 18 Jahre lang, von 1974 bis 1992.

Wer ist dieser Mensch? Unterstützt durch zahlreiche Schwarzweißfotos versucht das Buch Antworten.

Die Privatperson rückt in den Hintergrund, der Politiker, sein Denken, seine (Charakter-)Eigenschaften, sein politischer Werdegang und seine Erfolge stehen überdeutlich im Vordergrund. Heumann, Dr. phil., geboren 1950 – er hat selbst im Diplomatischen Dienst gearbeitet. Er wird seinen „Chef“ schon auch persönlich kennengelernt haben, und das nicht nur durch die Interviews, die er für dieses Buch führte.

Das Werk ist irgendwie schwer einzuschätzen. Als Leser würde man den Menschen schon gerne persönlicher kennenlernen – Ehe und Familie, Hobbys, Freunde und sein Lebensumfeld gehören dazu, seine Lebensdaten. All´ das fehlt hier völlig. Dies ist schon ein wenig bedauerlich. Diese Informationen hätten das Bild des Menschen Hans-Dietrich Genscher abgerundet.

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Buchbesprechung Schmidt Der deutsche Sozialstaat

Manfred G. Schmidt: Der deutsche Sozialstaat Geschichte und Gegenwart; Verlag C. H. Beck München 2012; 128 Seiten; ISBN: 978-3-406-64061-2

Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit incl. Pflegebedürftigkeit sowie Unfälle (bei der Arbeit) sind durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt. Das vorliegende Buch beschreibt sie von ihren Anfängen über die Weimarer Republik, NS-Zeit und DDR bis zur Gegenwart. Auch Vergleiche mit anderen Ländern und ein Ausblick in die Zukunft werden gewagt.

Schmidt ist Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg.

Um einem Mißverständnis gleich von vornherein vorzubeugen: Dies ist kein Ratgeber, der Tipps und Tricks zu sozialrechtlichen Fragen beantwortet. Die Sozialpolitik in der deutschen Vergangenheit steht im Vordergrund und wird in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Dies geschieht faktenorientiert und in anschaulicher Art und Weise. Hier ist es durchaus ausreichend, daß nur ein Überblick geboten wird – Spezialliteratur zur Einzelthemen gibt es schließlich mehr als genug.

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Buchbesprechung Pirincci Verschwulung

Akif Pirincci: Die große Verschwulung Warum aus Männern Frauen werden und aus Frauen keine Männer; Manuscriptum Verlag Waltrop 2015; 271 Seiten; ISBN: 978-3-944872-22-3

Gender Mainstreaming ist seit geraumer Zeit modisch aktuell. Es gibt zuerst eingetragene Lebenspartnerschaften und dann die Ehe für alle. Die Frauenförderung in Verwaltung und Wirtschaft wird gesetzlich geregelt. Immer mehr geschlechtsangleichende Operationen werden bekannt. Und in Deutschland nimmt die Feministische Partei an Wahlen teil.

Pirincci ist als Autor von Kriminalliteratur (Stichwort: Felidae, Katzen-Krimis) bekannt geworden. Inzwischen beschäftigt er sich aber hauptsächlich als (gesellschafts-)politischer Autor, ist mit seinen Aussagen oftmals angeeckt und zumindest aus öffentlichen Bücherei verbannt worden.

Auch in diesem Buch geht der türkischstämmige Autor wieder auf tagesaktuelle Fragen ein. Welche Bedeutung haben Sexualität in unserem täglichen Leben, welche Bedeutung Sexualpädagogik in der Schule? Hier werden nicht die 3 Frauen-K`s = Kinder, Küche, Kirche propagiert. Die Aussagen sollen eher darauf hinweisen, daß weniger Hysterie und weniger Skurrilität im Umgang der Geschlechter auch Pluspunkte bringen kann. Natürlich sind Männer und Frauen nicht gleich, sondern gleichwertig. Frau tut sich keinen Gefallen, mit immer abstruseren Forderungen öffentlich Aufmerksamkeit erregen zu wollen.

Pirincci wurde 1959 in Istanbul geboren. Warum das erwähnen? Als Autor kann er uns so den Spiegel vorhalten, uns benennen, wie wir im Ausland und von Zuwanderern gesehen werden und so unsere Schwachstellen aufzeigen. Auf den ersten Blick mag dies schockieren und unliebsam sein – richtig interpretiert kann es aber auch heilsam sein. Es gibt Normen und Werte, die nicht mit Brachialgewalt in eine Insel der Glückseligkeit verändert werden können. Soll ein Wandel erfolgen, muß dies behutsam erfolgen und wissenschaftlich unterlegt, weil erklärbar sein. Geschieht dies nicht, gibt man sich der Lächerlichkeit preis.

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Promiskuität

Promiskuität meint sexuelle Kontakte mit relativ häufig wechselnden Partnern bzw. mit mehreren Partnern parallel.

Mein Obelisk
ist promisk
denn von vielen Leuten
läßt er sich erbeuten
der sexuelle Kontakt
ist bei ihm nicht abgeschmackt
auf Bestellungen
folgen Sex-Stellungen.

 

Herr Möh, vielen Dank dafür, daß Sie unserer Zeitung ein Interview geben.

Aber das mache ich doch gerne. Um welches Thema soll es in dem Gespräch denn gehen?

Wir schreiben eine Artikelserie, in der unserer Gesprächspartner ihre jeweiligen Lebensformen vorstellen. Heterosexuell? Homosexuell? Bisexuell? Das kennt doch jeder! Männer, die den Lolitakomplex in sich verspüren, sind gerne mit jungen Damen zusammen. Transgender fühlen sich dem jeweils anderen Geschlecht zugehörig. Und Asexuelle möchten überhaupt keinen Geschlechtsverkehr mit der Person ihrer Liebe ausüben.

Ja, und? Was habe ich damit zu tun?

Wir haben unsere Leser vor 2 Wochen gefragt, welche Vorlieben sie haben. Und Sie haben uns die Antwort gegeben, Sie seien promisk, würden also ständig wechselnde Partnerschaften bevorzugen.

Das stimmt ja auch. Ich hatte eine Freundin noch nie länger als 2 Wochen.

Aber warum denn?

Ich bin beziehungs- und bindungsunfähig.

Gibt es einen Grund dafür?

Aber natürlich.

Und welchen?

Sagt Ihnen der Begriff Ödipus-Komplex etwas? Demzufolge verliebt man sich als Kind in seine Eltern, als Mädchen in seinen Vater, als Junge in seine Mutter. Als 6jähriger Junge habe ich mich natürlich ganz heftig in meine Mama verliebt. Ich wollte sogar von ihr entjungfert werden. Und was sagte Mutti: Sie weist mich schnöde ab und wendet sich Papa zu. Mein Gedanke: Wenn mich Mama nicht möchte, soll mich auch niemand anders haben.

Sie sagten im Vorgespräch, Sie seien in einen Obelisken verliebt?

Klar bin ich das. Der kalte, unbewegliche Stein ist ein edles Material. Der Obelisk würde mich niemals abweisen und steht immer zu Verfügung, wenn mir nach Geschlechtsverkehr ist. Es gibt ein kleines Loch, in das meine Erektion eindringen kann, und ausgeprägte weibliche Brüste. Ein kleiner Lautsprecher sorgt für die dazugehörigen Stöhngeräusche.

Also Steinfigur statt Puppe?

Ja, köstlich, nicht wahr. Und wenn ich dann wieder Sehnsucht nach einer lebendigen Freundin habe, mache ich mich dann wieder auf die Suche. Es kann aber durchaus sein, daß ich nach 4 bis 5 Stunden entliebt sein auch schon wieder entliebt bin.

Wollen Sie denn nicht mal heiraten und Kinder haben?

Äh, ja, schon. (Irgendwie wirkt Herr Möh an dieser Stelle unsicher) Wie macht man denn Kinder? Welche Zutaten braucht man dafür?

Herr Möh, ich glaube, Sie haben von Frauen wirklich keine Ahnung. Wir sollten das Interview an dieser Stelle dankend beenden….

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Pfingstlerische Christus-Gemeinde Duisburg

Ich war am Sonntag nach Ostern 2018 in der Christus-Gemeinde (früher: Mülheimer Verband) in Duisburg zu Gast. Pastor Martin Spreer predigte zusammen mit einem englischsprachigen Gast. Ich hätte gerne die Predigt inhaltlich per bewegten Bildern wiedergegeben. Unangenehm dabei: Thematisch geht es in dem interessanten Vortrag über die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe. Videoaufnahmen sind während des Gottesdienstes aber aus unerfindlichen Gründen nicht erwünscht.

Die Begründung(en): Zum einen gibt es wohl einen Livestream auf der Weltnetzpräsenz der Gemeinde (als ob jemand gezielt danach suchen würde, wenn er noch nie von der Gemeinde gehört hat). Wesentlich seltsamer (zumindest für mich persönlich) ist die Aussage, daß es wohl Gottesdienstbesucher gibt, die nicht gefilmt werden wollen.

Gottesdienste sind öffentlich; wer Bildaufnahmen verbietet, macht einen schlechten Eindruck. Hat man was zu verbergen.

Bei pfingstlerischen Gottesdiensten sind mir persönlich eine Sache zuwider: Sie wirken auf mich wie Bühnenshows. Da werden Hände in den Himmel gehoben, um Gott näher zu sein. Jubelrufe ertönen, wenn Gott in einem Lobpreislied erwähnt wird. Wer landeskirchliche und viele andere evangelisch-freikirchliche Gottesdienste gewöhnt ist, wird sich schwer mit solchen Eigenheiten tun.  Es geht hier nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht; es ist wohl eine Frage des persönlichen, individuellen Geschmackts.

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Ein „Wissenschaftlicher Quellentext“

In der Reihe „Wissenschaftliche Quellentexte“ ist die Broschüre „Dr. Joseph Göbbels Der Nazi-Sozi Faksimile aus dem Jahr 1930 Einzel-Reproduktion für den persönlichen Bedarf“ im Verlag Wieland Körner, Bremen, erhältlich. Sie ist dort 2014 erschienen,  hat einen Umfang von 69 Seiten und gibt in Sütterlin-Schrift sowie in heute gebräuchlicher Druckschrift Texte aus dem Jahre 1930 wieder.

Vor dem Verlag ist ausdrücklich zu warnen. Unter dem Deckmantel der Freiheit der Forschung und Lehre veröffentlicht er nationalsozialistische, antisemitische, antidemokratische und sonstwie verquere Texte.

Wer den Verlag im Internet sucht, wird ihn dort vergeblich finden – es gibt ihn dort nicht. Direktansprache potentieller Kunden heißt sein Vertriebsweg, wobei auch das Betteln um Spenden für private Zwecke (wegen angeblicher Diskriminierung und Verfolgung durch den Staat) zu den Unarten gehört. Ein seriöser Verlag hätte so etwas nicht nötig.

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